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    Vollendet ist das große Werk!

     

    Haben Sie, werte Leserin, werter Leser, sich auch begeistern lassen? Neulich, an jenem leicht verregneten 2. Mai? In Köln, in der Kirche St. Maternus zu Rodenkirchen?





    Wenn Sie da waren, dann haben Sie möglicherweise dort ganz hinten auf der Bühne, letzte Reihe, mitte-links, einen langen, grauhaarigen Mann stehen sehn. Wenn Sie auch noch ein Opernglas dabei gehabt hätten, dann hätten Sie merken können, dass dieser Mann dort sein Notenbuch in etwas zittrigen Händen hielt und manchmal - irgendwie vor Rührung - so einen Ansatz von Träne in einem Auge hatte.

     

    Aber Sie hatten vermutlich kein Fernglas dabei, sondern haben sich auch dieser göttlichen Musik zu öffnen versucht, die so unvergleichlich sensibel wie ausdrucksstark komponiert wurde - vor vielen, vielen Jahren - und vom in dieser Kirche beheimateten Chor mitsamt Solisten und großem Orchester interpretiert wurde.

    Sie werden dabei sicher vergessen haben, dass Sie auf ganz unbequemen Bänken Platz nehmen mussten, sondern werden versunken sein in dieser Musik - oder?

    Sie werden beim Zuhören vor Ihrem inneren Auge gesehen haben, wie die Sonne zum ersten Mal über der neuen Welt aufgeht, wie Mond und Sterne ihr folgen. Sie werden sich amüsiert haben über das Liebesspiel eines Taubenpaares und vielleicht erschreckt sein über Blitz und Donner inmitten der Kirche.

     

    Möglicherweise haben Sie schließlich zu den anderen Konzertbesuchern gehört, die stehend applaudiert haben, und die sich gewundert haben, wie schnell 150 Minuten vorbeifliegen können. Aber das Programm war angefüllt und kurzweilig. Nicht weniger als eine ganze Erde mit Getier und Gewürm, und mit Adam und Eva wurde erschaffen. Absolut göttlich!

     

    Nun kann dann zweierlei sein: Erstens könnte es Ihr Ansinnen sein, dies so flüchtige Erlebnis noch einmal zu erleben. Nunja, wir werden es nicht wiederholen können, aber wir können Ihnen das Kunstwerk als Konserve bieten. Klicken Sie dazu doch einfach auf "Musik".

    Zweitens könnte es Ihr Ansinnen sein, selbst mal ergriffen auf der Bühne zu stehen. Dazu wird es in den kommenden Jahren Gelegenheiten geben! Sie müssen sich einfach nur dazu stellen. Empfehlenswert bleibt allerdings, zuvor sich aktiv an der Probenarbeit zu beteiligen! Regelmäßig montags von 19:30 bis 21 Uhr.

     

    Allerdings hat uns "unsere" Kirchengemeinde gerade sozusagen die Probenstühle vor die Tür gestellt und ab Juli unseren Probenraum einer anderen Verwendung zugedacht. Wir müssen also ins Exil gehen und wissen derzeit noch nicht genau, wo uns das hinführen wird. Wenn Sie uns dabei begleiten und unterstützen wollen, dann fragen Sie am besten den, der sich bei uns am besten mit allem auskennt: Jan Becker

    Er und ich und alle anderen - wir freuen uns auf Sie! Als Sängerin oder Sänger oder weiterhin als Gast in unseren Konzerten.

     

    Ihr

    Folkert Herrenbrück


     

     

    (Sie hören im Hintergrund Haydn, Hob. XXI: 2, Nr. 29 - Chor
    aus einem Mitschnitt unseres Konzertes "Die Schöpfung" aus dem Frühjahr 2010)

     




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